Samstag, 3. Mai 2008

Meine erste Woche bei Intergraph

Guten Morgen,

da ihr sicher wisst, dass ich nicht nur zum Spass hier bin, wollte ich euch nun meine erste Woche als Praktikant, bei Intergraph, berichten.

Der erste Tag, verlief eigentlich nicht so spannend, denn ich wurde nur den anderen vorgestellt und was Intergraph, in Auckland, alles vertreibt und welche Abnehmer diese haben. Aus dem Gespräch stellt sich heraus, dass es hier nur GeoMedia gibt. Nichts mit ArcGIS oder der gleichen. Somit hat Intergraph eine Monopolstellung. Aber dies ist ja nicht so schwierig, da es ein kleines Land ist.

Das Büro befindet sich mitten in der City von Auckland. Es ist aufgebaut wie man aus amerikanischen Filmen her kennt. Die Sklaven (wie ich, zum Beispiel), haben ihren Arbeitsplatz in einem „Großraumbüro“ und die Höherengestellten haben ein eigenes Büro, was nur aus Glas besteht und einen herrlichen Blick über Auckland haben. Denn das Büro befindet sich in dem 4 Stocks eines Hochhauses. Schockiert war ich über die Anzahl der Mitarbeiter! In der Zentrale von Neuseeland arbeiten nur 10 Angestellte. Weitere Außenstellen haben sie in Christchurch und Wellington.

Mir wurde dann mitgeteilt, in welchen Bereichen Intergraph eingesetzt wird, was mich sehr überraschte. Zum Beispiel verwendet dies die Polizei. Nehmen wir an, dass ein Unfall passiert ist, dann kommt der Notruf zu entsprechenden Zentrale. Anhand der Adresse, wird lokalisiert, wo sich das Opfer befindet. Im nächsten Schritt, wird ermittelt, welcher Polizeiwagen sich in dieser Nähe befindet. Dieser bekommt dann, per Routing, den kürzesten Weg mitgeteilt. Ebenfalls passiert dies mit der Feuerwehr. Sie bekommt auch mitgeteilt, wo sich der Brand befindet und wo der nächste Hydrant ist. Leider habe ich so ein System noch nicht im Einsatz gesehen. Ist aber sicher spannend.

Nach dem die Beschnupperungsphase vorüber war, ging es auch gleich an meine erste Aufgabe. Ich sollte ein Tut schreiben, wie man GeoMedia installiert. Natürlich habe ich mehr Screenshots verwendet, als ich geschrieben habe. ;-) Dies ist für Lehrer gedacht, die GeoMedia im Unterricht einsetzen. Was bei uns noch kommen wird, ist hier schon Realität. Dies ging aber sehr schnell vonstatten, so dass ich eine weitere Aufgabe bekommen habe, die aber nicht so spannend war. Denn ich musste mir die GeoMedia-Schulung anhören und die Übungen dazu machen. Ich war somit das Versuchskanichen, denn dies war ein Testlauf, für die nächste Woche. Die Frage, wie teuer denn so eine Schulung sei, konnte ich mir natürlich nicht verkneifen. Also für 4 Tage, mit Essen, kostet dies pro Teilnehmer $2000, was eine sehr stolze Summe ist und wenn man bedenkt, dass da 15 Teilnehmer kommen, dann kann man sich ausrechnen, was die in den 4 Tagen erhalten. Aber irgendwie müssen die sich ja auch über Wasser halten. ;-)

Gestern haben wir dann die Schulung abgeschlossen. Als ich dann meine letzte Übung machen wollte, kam dann der Manager zu mir und fragte mich, was ich den für Bier trinke. Ich war ein bisschen verblüfft und antwortete, dass ich gerne Becks trinke. Ich weiß jetzt was manch einer denkt, IIEEEHHHH Bier aus grünen Flaschen! Jedenfalls, kam er dann nach 5 Minuten wieder und hatte 2 Flaschen Bier in der Hand und gab mir eines davon. Und er sagte dann nur, Cheers. Schockiert meinte ich, dass ich während der Arbeitzeit kein Bier trinken kann. Er sagte nur, dass es Freitag sein und die das immer so machen. Jedenfalls haben wir uns alle in der Küche getroffen und haben ein paar Bier getrunken und Chpis gegessen. Auf einmal hieß es, ob wir nicht alle Lust hätten auf eine Pizza. Alle haben zugestimmt, und da ich eh nichts Weiteres vorhatte, habe ich auch zugestimmt. Jeder hat dann seine 5 Sachen gepackt und wir sind dann in die nächste Pizzeria gegangen. Dort gab es dann wieder ein paar Bier und natürlich die lang ersehnte Pizza. Das lustiger an der Sache ist, dass ich nichts bezahlen musste. Man hatte mir nur gesagt, dass es ein Social Network gibt, wovon Intergraph diese Sachen bezahlt. Jedenfalls war es ein sehr schöner Abend und ich bin mal gespannt, was nächsten Freitag so kommt.

Auch das Arbeitsklima ist sehr locker und nicht so stressig. Die Kiwi´s unterhalten sich sehr viel und lachen immer dabei. Man bekommt das Gefühl, dass die echt ein unbeschwertes Leben führen und jeden Tag genießen. Ich vermute, dass die mit dem Motto, easying going, aufwachsen.

Dadurch, dass ich in dieser Woche nicht programmieren konnte, hoffe ich, dass sich dies in der nächsten Woche ändern wird. Aber lassen wir uns mal überraschen.

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende.

Bis denne,

der Hagen

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